Am Wochenende startet die neue Bundesliga-Saison – Simon Lichtenberg als prominenter Neuzugang

Was kann eine Mannschaft, die zweimal in Folge Deutscher Snooker-Meister wurde, als Ziel für die neue Saison ausgeben? Natürlich nur den Titel. Genau mit dieser Vorgabe geht der 1. SC Mayen-Koblenz an diesem Wochenende in seine vierte Spielzeit in der höchsten deutschen Spielklasse – und das nicht ohne Grund. Schließlich wurde das Team aus Vallendar noch einmal entscheidend verstärkt. Und doch weiß Kai Letzelter, der Vorsitzende des erst 2011 gegründeten Klubs, um die Unwägbarkeiten in dieser ausgeglichen Liga. „Vieles wird davon abhängen, ob wir zu den entscheidenden Spielen die beste Mannschaft stellen können“, sagt der Macher des Vereins.

Zu dieser besten Mannschaft, die ihre Heimspiele in den Vereinsräumen des Tenniscenters Letzelter auf dem Mallendarer Berg hat, gehört nun auch Simon Lichtenberg. Der 22-Jährige bestreitet sein zweites Jahr auf der Profi-Tour, für die er sich als U 21-Europameister qualifizierte. Lichtenberg begibt sich beim 1. SC Mayen-Koblenz in beste Gesellschaft – er spielt künftig mit Lukas Kleckers, der derzeit um die Rückkehr auf die Profi-Tour kämpft, in einem Verein.

Das deutsche Top-Duo kann dazu auf Mitspieler bauen, die den Verein zu seinen zwei Meisterschaften in den vergangenen zwei Jahren führten. Die beiden Belgier Kevin van Hove und Kristof Vermeiren, die deutschen Talente Felix Frede und Nicolas Georgopoulos sowie die Routiniers Thomas Hein und Miro Popovic bilden den Stamm der Mannschaft, der demnächst sogar noch bessere Trainings- und Spielbedingungen in Vallendar antreffen wird. Der Verein baut an – und erweitert seine Kapazität voraussichtlich bis zum Jahresende auf dann sechs Tische.

Die ersten beiden Spiele der Saison werden für den 1. SC gleich zur Nagelprobe. Am Samstag (14 Uhr) kommt es an den eigenen Tischen zum Duell mit dem BC Stuttgart 1891, am Sonntag (11 Uhr) dann mit dem großen Rivalen TSG Heilbronn. Der Vizemeister der vergangenen beiden Spielzeiten dürfte einmal mehr der größte Konkurrent für die Vallendarer sein. Zum Heilbronner Team um den ehemaligen Profi Patrick Einsle und weiteren namhaften deutschen Spielern wie dem amtierenden Einzelmeister Michael Schnabel gesellt sich in diesem Jahr auch Omar Alkojah. Der Syrer kommt vom Aachener SC – und mit der Empfehlung der besten Bundesliga-Bilanz der beiden vergangenen Jahre. Alkojah spielte 46 Partien und gewann davon 43.

„Stuttgart und der SC 147 Essen sind neben Heilbronn nominell unsere stärksten Gegner“, weiß Letzelter. Gut also, dass am ersten Spieltag Lichtenberg sein Debüt geben kann in Vallendar, weil die Profitour dann pausiert. Allerdings ist fraglich, ob Kleckers mit dabei sein kann – im englischen Newbury steht nämlich das zweite Event der Challenge Tour an.

So oder so: „Angesichts der starken Gegner am Wochenende ist der Saisonstart in diesem Jahr von besonderer Bedeutung“, sagt Letzelter. Mit zwei Siegen könnte der 1. SC Mayen-Koblenz der ehrgeizigen Konkurrenz nämlich gleich mal eine Menge Wind aus den Segeln nehmen.